EISENACH. Die Musicalstars Armin Kahl und Chris Murray sowie Operettensängerin Constanze Eschrig begeisterten am Freitagabend die Besucher eines gut besuchten Benefizkonzerts auf der Wartburg mit einem Strauß beschwingter Melodien.Knapp 200 Zuhörer konnte Cindy Siegmund, Inhaberin der Event- und Hochzeitsplanungsagentur "Magic Romance", begrüßen. Sie hatte die Veranstaltung unter dem Motto "Musical meets Jazz" zugunsten des im Bau befindlichen ökumenischen Hospizes der Caritas initiiert und als Schirmherrin Sozialministerin Christine Liederknecht (CDU) gewinnen können.Über drei Stunden unterhielten die beiden Hauptdarsteller aus dem " Elisabeth-Musical", Chris Murray und Armin Kahl, sowie die renommierte Operettensängerin Constanze Eschrig aus Dresden. Für die Einleitung sorgten Chris Murray und die 18-köpfige Wolf-Friedrich-Bigband aus Jena mit einem schwungvollen Arrangement von "Fly Me To The Moon" in der Frank-Sinatra-Originalversion. Dann präsentierten Murray und Kahl, begleitet vom hochkarätigen Pianisten Hannes Schauz, Ausschnitte aus solchen Musical-Produktionen wie "West Side Story", "Scarlet Pimpernel" und "Evita". Insbesondere Chris Murray, der Konrad von Marburg aus "Elisabeth - Die Legende einer Heiligen", wusste mit seiner voluminösen Stimme und der impulsiven Gestik rundum zu überzeugen. Armin Kahl, der Landgraf Ludwig von Thüringen, und die Gastsängerin von der Staatsoperette Dresden standen Chris Murray in musikalischer Hinsicht in nichts nach, wurden aber bei weitem nicht so stürmisch gefeiert, wie der 1963 in Braunschweig geborene US-Amerikaner. Im zweiten Teil des Programms brachten die Musical-Darsteller unter anderem die Songs "Gethsemane" aus dem Singspiel "Jesus Christ Superstar", "Surprise" aus "A Chorus Line" oder "Musik der Nacht" aus dem "Phantom der Oper" zu Gehör. Als Höhepunkte des Benefizkonzerts erwiesen sich die Duette sowie das Lied "Das Ende aller Zeiten" aus dem " Elisabeth-Musical".Für die jazzige Komponente des Abends sorgte die Bigband aus Jena mit ihren harmonischen und feinfühlig dargebotenen Swing-Arrangements.In seinem Grußwort hob Sozialstaatssekretär Klaus Dietrich, der die nicht anwesende Schirmherrin vertrat, die Bedeutung der Hospizbewegung hervor und lobte das Engagement der Konzertveranstalter für das Eisenacher Haus, für das vor kurzem der Grundstein gelegt worden ist. Die Betreuung im ökumenischen Hospiz, das nach seiner Fertigstellung im kommenden Jahr zwölf Plätze für Menschen in der letzten Phase ihres Lebens bereithält, wird zu 90 Prozent von den Gesundheitskassen finanziert. Der verbleibende Betrag muss von den Patienten und ihren Angehörigen aufgebracht werden. Um sie zu unterstützen, wurde das Benefizkonzert veranstaltet und ein Spendenkonto bei der Volks- und Raiffeisenbank Westthüringen - Konto 1 00 34 17 54, Bankleitzahl 82 06 40 38 - eingerichtet. Klaus-Peter KASCHKE