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ZAUBERFLÖTE - Das Musical
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Mouseover-Effekte
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Uraufführungen sind immer etwas besonders
Spannendes. Und diese hier hat etwas, was in
Deutschland sonst eher selten ist: Echte Previews.
Ende März gab es im Festspielhaus Neuschwanstein in
Füssen vier dieser "Probevorstellungen", und wer sie
alle besuchte, stellte fest, dass sich nach jeder
Show ein bisschen was verändert hatte. Dazu trugen
nicht zuletzt die Publikumsbefragungen bei, die man
vor Ort ausfüllen konnte. Auch bei der Uraufführung
in München am Deutschen Theater wird sich
voraussichtlich noch einmal einiges ändern. Daher
ist das hier ein Bericht über ein "work in
progress". Chris war in dieser Serie sowohl als
Monostatos als auch als Sarastro zu erleben - danke
an Ingrid Kernbach für die Fotos als Sarastro!
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| Dieser Vorhang begrüßt das Publikum. Die
Spannung steigt! |
| Als Einstieg in die Geschichte erzählt das
Orakel (Anna Maria Kaufmann) von ... |
... der Königin (Katja Berg), die friedlich
über ihr Volk und ihre Tochter herrschte, |
| ... bis der machtgierige Sarastro (Christian
Schöne) in ihren Palast eindrang... |
... und ihr den Sonnenkreis als Symbol der
Macht entriss und ihre Tocher Pamina entführte. |
| Die Königin, die jetzt nur noch über die
Nacht herrscht, schwört Rache. |
Monostatos, der seine eigenen Ziele verfolgt,
erscheint als Sterndeuter an ihrem Hof und prophezeit,
dass nur ein Prinz mit reinem Herzen Pamina befreien
könne. |
| Tamino (Immanuel Grau) erscheint. Er hat sich
im Wald verirrt. |
Die drei Damen der Königin (Angelika
Erlacher, Madeleine Haipt und Elisa Rehlinger) finden
Tamino durchaus attraktiv, sind ihm aber nicht
wirklich eine Hilfe. |
| Eine Schlange erscheint. Während Tamino in
Ohnmacht fällt, vertreiben die Damen die Schlange. |
Sie entscheiden, dass Tamino der prophezeite
Prinz sein könnte und die Königin informiert werden
müsste. Allerdings können sie sich nicht einigen, wer
solange bei dem attraktiven Prinzen bleiben darf. |
| Die Diskussion wird unterbrochen durch das
Erscheinen von Papageno (Tim Wilhelm). |
Als er und sein sprechender Kakadu (Mario
Mariano) die Kreaturen des Waldes herbeirufen und
Papagneo detailliert von den Vögeln, die er fängt, zu
erzählen beginnt ("Der Vogelfänger"), verschwinden die
Damen zusammen. |
| Tamino erwacht und bedankt sich bei Papageno,
den er für seinen Retter hält. Dieser nimmt das
unverdiente Lob gerne an. |
Für diese Lüge wird er von den
zurückkehrenden Damen mit "Panzertape" über seinen
Mund bestraft. |
| Für Tamino bringen sie ein Bild von Pamina,
der Tochter der Königin. Die Schönheit des Bildes
macht ihn "sprachlos". |
Der Kakadu versucht, für Tamino das Gestammel
von Papageno zu übersetzen, da dieser immer noch den
Mund zugeklebt hat. |
| Dann erscheint die Königin der Nacht selbst. |
Sie hofft, dass Tamino der prophezeite Prinz
ist und schickt ihn los, Pamina zu befreien. Papageno
soll ihn begleiten. |
| Papageno darf wieder sprechen unter der
Bedingung, dass er Tamino hilft. Tamino erhält eine
Zauberflöte und Papageno ein magisches Glockenspiel,
um ihnen bei der Befreiungsaktion zu helfen. |
Während Papageno sofort losstürmt, ist Tamino
sich unsicher über das richtige Vorgehen. |
| Szenenwechsel: Im Palast des Sarastro ist
Pamina (Misha Kovar) gefangen. |
Ihr Gefängniswärter ist Monostatos, der
versucht, sie für sich zu gewinnen. |
| Um ihr Interesse zu erregen, erzählt er ihr
von seinen Plänen für die Zukunft, wo er die
Herrschaft übernehmen will. |
An seiner Seite soll sie eine wichtige Rolle
in seinem Reich übernehmen ("Rattenrichter"). |
| Er ist fest überzeugt, dass Pamina
schließlich ihm gehören werde. |
Aber Pamina lehnt seine Vorschläge ab. |
| Sie sehnt sich nach ihrer Mutter, die ihr in
einer Vision erscheint. |
Dann erscheinen Papageno und Kakadu, die
ihren Weg in ihr Gefängnis gefunden haben. |
| Anhand des Bildes ist schnell klar, dass sie
die gesuchte Pamina ist. |
Papageno erzählt ihr (ein bisschen zu
intensiv) von dem Prinzen, der sich in sie verliebt
hat und sie retten will. |
| Als Pamina Zweifel äußert, ob Papageno
vielleicht ein böser Geist von Sarastro ist, |
... überzeugt er sie schnell, dass er "der
beste Geist" von der Welt ist. |
| Auf der Flucht werden die drei von Monostatos
überrascht, |
... aber das magische Glockenspiel hilft
ihnen, |
| ... zunächst einmal zu entkommen. |
Mittlerweile versucht Tamino im Wald, den
Zauber der Flöte herauszufinden. |
| Eine magische Kreatur erklärt ihm, dass es
sein Herz sei, auf das er vertrauen müsse. |
Als Tamino daraufhin spielt, sind alle Tiere
des Waldes bezaubert. |
| Monostatos und der Sklave (Martijn Mulders)
suchen die Flüchtlinge. Monostatos erzählt auch ihm
von seinen Plänen zur Machtübernahme und verspricht
ihm Großes an seiner Seite. Der Sklave ist skeptisch. |
Sie finden die Flüchtlinge, können zunächst
aber nur Pamina festhalten. |
| In diesem Moment betritt unter dem Jubel
seiner Anhänger Sarastro (Christian Schöne) die Bühne. |
In einigen der Folgevorstellungen übernahm
Chris diese Rolle und verkündet "Was das Herz
begehrt". |
| Pamina bekennt sich zu ihren Fluchtabsichten,
macht dafür aber die Annäherungsversuche von
Monostatos und die Sehnsucht nach ihrer Mutter
verantwortlich. |
In diesem Moment bringt Monostatos Tamino
herein, den er in der Nähe des Tempels festgenommen
hat. Die beiden sind schlagartig voneinander
eingenommen. |
| Auch Papageno und Kakadu wurden inzwischen
wieder eingefangen. |
Monostatos schlägt Sarastro vor, die beiden
Fremden den drei Prüfungen zu unterziehen, deren
Bestehen Bedingung für die Freilassung Paminas wären.
Sarastro, der sich in seinem Herrscherdasein
langweilt, sieht eine Chance auf Unterhaltung und
stimmt zu. Tamino und Papageno werden von Monostatos
unter finsteren Warnungen in den Tempel geführt. |
| Das Orakel erklärt die Prüfungen, die auf die
Prüflinge warten. |
Sarastro sieht die Prüfungen im Wesentlichen
als Unterhaltungswert: |
| "Brot und Spiele" (hier mit Chris als
Sarastro). |
Monostatos ist nicht wirklich beeindruckt. |
| Sarastro warnt Monostatos, sich von Pamina
fernzuhalten, weil er "Pläne" mit ihr hat. |
Der Sklave beklagt sein Schicksal. |
| Monostatos schickt den Sklaven weg, um allein
mit Pamina zu sprechen, |
... aber sie will nichts von ihm wissen. |
| Die Ankunft der Königin der Nacht vertreibt
Monostatos. Pamina freut sich, ihre Mutter zu sehen, |
... aber diese hat ein Anliegen an sie: |
| Sie soll Sarastro töten und der Mutter den
Sonnenkreis zurückbringen ("Der Hölle Rache"). |
Verzweifelt bleibt Pamina zurück: Sie will
nicht zur Mörderin werden. |
| Zurück im Wald langweilen sich die Drei Damen
ohne Männer und träumen von ihren Helden und
filmreifer Romantik ("Zum Sterben schön"). |
Die Prüfungen beginnen: Monostatos erklärt
die Bedingungen der Schweigeprüfung. |
| Sarastro droht demjenigen, der hier mit einer
Frau spricht, finstere Konsequenzen an. |
Monostatos bringt Pamina, um Tamino zum
Sprechen zu bringen. |
| Allerdings weigert Tamino sich, mit ihr zu
sprechen. |
Sie, die von der Prüfung nichts weiß, ist
darüber verzweifelt. |
| In dieser Stimmung trifft ihre Mutter sie
wieder, aber Pamina will nicht für sie töten.
Wutentbrannt nimmt die Königin die Waffe wieder an
sich und will nun selbst Sarastro töten. |
Dieser heckt indessen mit Monostatos einen
neuen üblen Plan aus: Sie wollen die Vogelfrau
Papagena, die sie im Wald gefunden haben, benutzen, um
Papageno zu korrumpieren. |
| Zusammen beschließen sie, die unschuldige
Vogeldame in ein "Dirty Birdy" zu verwandeln. |
Sarastro bescheinigt Tamino die bestandene
Prüfung. Papageno soll eine zweite Chance bekommen
(unwissend, dass man Papagena gegen ihn einsetzen
will). |
| Unter dem Einfluss eines bösen Zaubers hat
sich Papagena (Stefanie Gröning) in einen verdorbenen
Vogel verwandelt. |
Papageno findet dieses "Dirty Birdy" sehr
attraktiv. |
| Da Papageno mit Papagena gesprochen hat,
verbannt ihn Sarastro (hier Chris) aus seinem Reich. |
Trotz seiner Trauer über den Verlust von
Papagena ist er im Grunde erleichtert, mit dem Leben
davonzukommen. |
| Tamino wird auf die kommende Feuer- und
Wasserprobe vorbereitet. |
Bevor diese beginnt, besingt Sarastro in
einer Art Jazznummer den "Schmerz". Diese Nummer war
in Füssen manchmal dabei und manchmal nicht - es
bleibt abzuwarten, wie das in München sein wird. |
| Mit Hilfe der Zauberflöte besteht Tamino
sowohl die Feuer- |
... als auch die Wasserprobe. |
| Sehr zur Unfreude von Sarastro, der umgehend
eine noch schwierigere Probe anordnet: |
Das Labyrinth der Wahrheit und Täuschung.
Dort soll, so die Hoffnung von Sarastro (hier Chris),
Tamino endlich scheitern.
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| Mittlerweile sind Papageno und Kakadu zurück
im Wald. |
Dort findet Papagena sie, die Sarastro
entfliehen konnte und wieder ihr wahres Selbst ist. |
| Sie erklärt ihm, dass wahre Liebe keine
Prüfungen braucht. |
Zusammen mit Kakadu gründen sie eine Familie
und freuen sich schon auf Nachwuchs. |
| Mittlerweile haben sich Pamina und Tamino im
Tempel wiedergetroffen. Tamino hat Angst, weil die
Zauberflöte bei der letzten Prüfung zerbrochen ist,
aber Pamina versichert ihm, dass ihre Liebe stärker
ist als jeder Zauber. |
Sie stellen sich dem Labyrinth. Obwohl sie
viele Visionen haben, die sie entmutigen wollen,
schaffen sie es unbeschadet heraus. |
| In diesem Moment kommt die Königin in den
Tempel, um Sarastro den Sonnenkreis abzunehmen. |
Pamina geht dazwischen. Ihr ist inzwischen
klargeworden, dass diese beiden ihre Eltern sind, und
sie verlangt von ihnen eine Versöhnung. |
| Sie und Tamino wollen es Zukunft besser
machen. |
| Alle besingen eine bessere Zukunft. |
| Wie man sieht, gab es Standing Ovations :-) |
| Sowohl der Monostatos... |
... als auch der Sarastro von Chris (hier mit
Papageno Tim Wilhelm) kamen beim Publikum hervorragend
an. |
| Adieu Füssen, hallo München! |
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